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Erfolgreiche Informationsveranstaltung zur BMBF-Förderinitiative „Forschung zur Internationalisierung der Berufsbildung“ in Bonn

BMBF: Unterstützung deutscher Forscher und Forscherinnen bei Berufsbildungsforschungsprojekten, um neue Ideen und innovative Impulse für die internationale Berufsbildungszusammenarbeit zu generieren

Informationsveranstaltung zur BMBF-Förderinitiative „Forschung zur Internationalisierung der Berufsbildung“

Am 30. Januar 2018 fand in Bonn die Informationsveranstaltung zur BMBF-Förderinitiative „Forschung zur Internationalisierung der Berufsbildung“ statt.

DLR Projektträger

Herr Dr. van Liempt, Leiter des Referates „EU-Bildungsprogramme; Internationale Zusammenarbeit in der Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) begrüßte die ca. 80 Konferenzteilnehmerinnen und Konferenzteilnehmer. Die Veranstaltung diente als Startschuss für die Förderbekanntmachung „Forschung zur Internationalisierung der Berufsbildung“ und zugleich als Auftakt, das hochdifferenzierte Feld der Forschung zur internationalen Berufsbildungszusammenarbeit zu erkunden und Impulse für den Ausbau sowie der engeren Verzahnung mit den bilateralen Berufsbildungskooperationen der Bundesregierung zu geben.

Dr. Henk van Liempt (BMBF)

Dr. Henk van Liempt (BMBF)

DLR Projektträger

Die „institutionalisierte Berufsbildungsforschung und Berufsbildungsberatung“ als eines der fünf Kernprinzipien der Strategie der Bundesregierung „Internationale Berufsbildungszusammenarbeit aus einer Hand“ ist eine handlungsleitende Grundlage für die Berufsbildungszusammenarbeit des BMBF und zugleich Anknüpfungspunkt für die neue Förderbekanntmachung „Forschung zur Internationalisierung der Berufsbildung“. Diese unterstützt erstmals die Forschung im Bereich der Internationalen Berufsbildungszusammenarbeit in den drei Schwerpunkten:

  1. Forschung zu aktuellen Themen der Berufsbildungsforschung im Rahmen von Berufsbildungskooperationen
  2. Forschung zu Voraussetzungen für erfolgreiche Berufsbildungszusammenarbeit mit verschiedenen Partnerländern
  3. Entwicklung von gemeinsamen Pilotmaßnahmen zum Aufbau von Kapazitäten zur Berufsbildungsforschung in den BMBF-Partnerländern.

In einem nachfolgenden Impulsvortrag betrachtete Herrn Prof. Dr. Hubert Ertl, Forschungsdirektor am Bundesinstitut für Berufsbildung, internationale Forschungsansätze zur Berufsbildung aus nationaler Perspektive. Dies verknüpfte er mit seiner eigenen Vita und einem Exkurs zur vergleichenden Forschung im Vereinigten Königreich. Die Förderrichtlinie bietet laut Prof. Ertl neue Chancen für eine stärkere Profilbildung in der international vergleichenden Berufsbildungsforschung. Er stellte eine Reihe von Themenbereichen vor, die aktuell diskutiert werden. Dazu zählen Digitalisierung und Virtualisierung der Arbeitswelt, Anerkennung formal oder informell erworbener beruflicher Kompetenzen sowie die Übergänge und Überschneidungsbereiche zwischen beruflicher und akademischer Bildung. Vor dem Hintergrund des Trends hin zur Akademisierung der Lebens- und Arbeitswelt warf Prof. Ertl die Frage auf, wie bisher relativ isolierte Bildungssegmente sich angesichts rapide verändernder gesellschaftlicher und ökonomischer Bedingungen zueinander entwickeln.

Prof. Dr, Hubert Ertl (BIBB)

Prof. Dr, Hubert Ertl (BIBB)

DLR Projektträger

Anschlussfähig an die Begrüßung und den Impulsvortrag von Prof. Ertl referierte Prof. Dr. Martin Mulder, emeritierter Professor an der Wageningen Universität, zu internationalen Themen im Rahmen der Berufsbildungsforschung. Er lobte zunächst die Förderbekanntmachung, die seines Erachtens zur richtigen Zeit kommt, denn weltweit erhält die Berufsbildung derweil viel Aufmerksamkeit. Deutschland schafft durch seine starke Forschungslandschaft im Bereich der Berufsbildung und durch das Alleinstellungsmerkmal der akademischen Berufsschullehrerausbildung einen Mehrwert für alle Akteure der internationalen Berufsbildungszusammenarbeit. Prof. Mulder formulierte kritische Leitfragen, die sich rund um die fünf Kernprinzipien der Strategie der Bundesregierung „Internationale Berufsbildungszusammenarbeit aus einer Hand“ ausrichteten und lieferte somit einen wichtigen und interessanten Impuls für die offene Diskussion am Nachmittag.

Em. Prof. Dr. Martin Mulder (WUR)

Em. Prof. Dr. Martin Mulder (WUR)

DLR Projektträger

Kristina Hensen-Reifgens vom DLR Projektträger informierte über die aktuelle BMBF-Förderinitiative „Forschung zur Internationalisierung der Berufsbildung“. Es wurde auf den förderpolitischen Kontext und speziell die Berufsbildungszusammenarbeit des BMBF und die Einbettung in die Strategie der Bundesregierung für eine „Berufsbildungszusammenarbeit aus einer Hand“ eingegangen. Nähere Erläuterungen gab Frau Hensen-Reifgens zur Förderbekanntmachung und den jeweiligen Schwerpunkten. Hierbei waren formale Aspekte und Fördervoraussetzungen ebenso Thema, wie die beispielhafte Darstellung und Erklärungen zum Online Portal für die Skizzeneinreichung. Moderiert von Hannes Barske (DLR-PT) wurden Fragen zu den inhaltlichen Schwerpunkten aus dem Plenum zugelassen, sodass ein offenes Format des Austausches geschaffen wurde.

Kristina Hensen-Reifgens (DLR-PT)

Kristina Hensen-Reifgens (DLR Projektträger)

DLR Projektträger

Die offene Diskussionsrunde mit Fragen zur internationalen Berufsbildungsforschung und zur Förderbekanntmachung „Forschung zur Internationalisierung der Berufsbildung“ wurde von den drei Panelisten Dr. Henk van Liempt (BMBF), Isabelle le Mouillour (BIBB) und Antje Wessels (DLR-PT) begleitet. Hannes Barske vom DLR Projektträger moderierte die Diskussionsrunde. Im Fokus der Diskussionsrunde standen die Förderrichtlinie samt der drei Förderschwerpunkte, die Frage nach der Einbindung von relevanten Akteuren in bilateralen Berufsbildungsforschungsprojekten und die Entwicklung einer flankierenden Maßnahme zur Etablierung eines inter- und transdisziplinären Forschungsnetzwerkes. Durch die starke Beteiligung des Plenums entstand ein reger Diskurs. Am Ende der Veranstaltung gab es abschließend die Gelegenheit Fragen an die beiden Impulsgeber Prof. Dr. Martin Mulder und Prof. Dr. Hubert Ertl zu stellen.

Von links nach rechts: Hannes Barske (DLR-PT), Antje Wessels (DLR-PT), Dr. Henk van Liempt (BMBF) und Isabelle le Mouillour (BIBB)

Von links nach rechts: Hannes Barske (DLR-PT), Antje Wessels (DLR-PT), Dr. Henk van Liempt (BMBF) und Isabelle le Mouillour (BIBB)

DLR Projektträger

Im September 2017 wurde die BMBF-Richtlinie zur Förderung der „Forschung zur Internationalisierung der Berufsbildung“ veröffentlicht. Für die anstehende Einreichfrist zum 31. März 2018 in den Förderschwerpunkten a) und b) können sich Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und andere Institutionen um eine BMBF-Förderung bewerben. Projektskizzen zum Förderschwerpunkt c) können kontinuierlich bis zum 30. September 2019 eingereicht werden.

Der DLR Projektträger hat die Informationsveranstaltung „Forschung zur Internationalisierung der Berufsbildung“ am 30. Januar 2018 im Auftrag des BMBF durchgeführt.