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Startschuss eines neuen Masterstudiengangs zur Stärkung der internationalen Berufsbildungsexpertise

Bundesbildungsministerium unterstützt die Professionalisierung internationalen Berufsbildungspersonals an der TU München

Gruppe von Studierenden

Gruppe von Studierenden im Gespräch

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Die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte ist eine wichtige Voraussetzung für die globale, zukunftsfähige und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Dabei spielt gut ausgebildetes Berufsbildungspersonal eine wichtige Rolle. Um die nötige Qualität von Ausbildung zu gewährleisten und Veränderungs- und Modernisierungsprozesse anzustoßen, wird hochqualifiziertes Berufsbildungspersonal benötigt. Im Ausland gibt es dafür oftmals keine adäquaten Aus- und Weiterbildungsprogramme oder passfähige berufsspezifische Studiengänge.

Um dies zu erreichen, startet mit Hilfe einer BMBF-Förderung an der TUM School of Education ab April 2021 das Projekt BBI@TUM. Darin wird die Expertise der TU München im Bereich der Berufs- und Wirtschaftspädagogik ausländischem Bildungspersonal besser zugänglich gemacht. Ziel des Projektes ist die Konzeption und Erprobung eines berufsbegleitenden, englischsprachigen Masterstudiengangs mit einer Dauer von 24 Monaten zum Aufbau berufspädagogischer Kompetenzen. Der Studiengang richtet sich an verschiedene Stakeholder der internationalen Berufsbildungscommunity, wie Fach- und Führungskräfte aus öffentlichen Einrichtungen (Ministerien, nachgeordnete Institutionen), Aus- und Weiterbildungspersonal in Unternehmen, Berufsschulpersonal sowie Aus- und Weiterbildungspersonal in betrieblichen und überbetrieblichen Bildungseinrichtungen.

Der Studiengang startet erstmalig zum Wintersemester 2022 in einem Blended-Learning-Format, in dem sich Online- mit Präsenzphasen abwechseln. Die Studierenden erhalten durch ein sogenanntes Peer-Group-Mentoring Einblicke in themenübergreifende Diskussionen anderer, die dem Austausch und der Zusammenarbeit im Team dienen. Neu ist auch der sogenannte Job-Shadowing Ansatz, in dem die Studierenden die Möglichkeit haben, kontextualisierte, praxisnahe und damit vertiefte Einblicke in die vielfältigen Strukturen, Organisationen und Konzepte eines gewachsenen und tradierten Berufsbildungssystems zu erhalten. Der Studiengang endet mit einer Master-Thesis.

Systemische Veränderungen in Aus- und Weiterbildung können nur durch Beratung und Expertise mit eigenen, lokalen Kapazitäten im Ausland umgesetzt werden. Gerade die kulturellen und sozialen Hintergründe in den unterschiedlichen Ländern sind eine besondere Herausforderung. Daher ist es unerlässlich, personelle Kompetenzen aufzubauen und Multiplikatoren für das Bildungsmanagement im Berufsbildungsbereich auszubilden, um eine nachhaltige Wirksamkeit vor Ort zu ermöglichen. Das Projekt BBI@TUM leistet dazu einen grundlegenden und innovativen Beitrag.