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Die Zukunft ist schon da - BMBF-Konferenz zur „Internationalisierung der Berufsbildung“

Am 9. Dezember fand die digitale Statuskonferenz der BMBF-Förderinitiative „Internationalisierung der Berufsbildung“ statt.

2020 – das war ein Jahr der Zäsuren – dies gilt natürlich auch für unser Aktionsfeld der internationalen Berufsbildungszusammenarbeit, das zu weiten Teilen auf persönlicher Interaktion und internationaler Mobilität beruht, - oder beruhte?

Welche nachhaltigen Auswirkungen haben die Pandemiebedingungen und -folgen auf die internationale Zusammenarbeit? Wie müssen wir unsere Instrumente der Kooperation, der Förderung und der Projektumsetzung anpassen? Wie also sieht die internationale Berufsbildungszusammenarbeit der Zukunft aus?

Screenshot der Videokonferenz

Ministerialdirigent Wilfried Kraus, BMBF, begrüßt die Teilnehmenden

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Fast 200 Teilnehmende haben sich zu diesen und weiteren Fragen ausgetauscht, diskutiert und neue Ideen entwickelt. In seiner Begrüßung betonte Ministerialdirigent Wilfried Kraus auf, dass die Berufsbildung weiterhin eine Schlüsselstellung in der internationalen Kooperation einnehmen wird. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Errungenschaften der aktuellen deutschen EU-Ratspräsidentschaft, beispielsweise den Ausbau des Erasmus+ Programms und die Osnabrücker Erklärung. Hier zeige sich, dass Krisenpolitik ohne einen festen Kurs auf hochwertige berufliche Aus- und Weiterbildung nicht auskomme. Er berichtete, dass die bilateralen Berufsbildungskooperationen des BMBF auch unter Pandemiebedingungen – wenngleich in anderen Formaten – weiter fortgesetzt werden. Mit Blick auf die sozialpartnerschaftliche Konfiguration der deutschen Berufsbildung und auch die Anwesenheit zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschafts- und Sozialpartner warb er für die Integrations- und Innovationspotenziale des Dualen Systems. Auch gelte es nun erst recht, sich den Herausforderungen der Digitalisierung neu zu stellen.  Gemeinsames Ziel, und das sei nur mit den Sozialpartnern und den internationalen Partnern möglich, müsse es sein, das Leben und Arbeiten aller Menschen durch digitale Lösungen zu verbessern. Aufbauend auf den vorhandenen Erfahrungen der Berufsbildungszusammenarbeit  und ihrer Förderinitiativen gelte es nun, Perspektiven für zukunftsfeste Formate für Kooperation und Projektförderung zu schaffen, und hierzu sei die heutige Veranstaltung eine gute Gelegenheit zum Dialog mit der Fachwelt.

In vier Workshops diskutierten die Teilnehmenden Fragen zu Innovationsimpulsen durch Krisen, die Herausforderungen und Möglichkeiten der Fachkräftemobilität, die Weiterentwicklung von Förderinstrumenten und Kooperationsformaten sowie die Bedeutung des Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Politik.

Anschließend stellten sich Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft, Gewerkschaften und der Politik den Impulsen aus den Workshops und griffen diese auf.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die beiden neuen Publikationen „Berufsbildung International“ zu den Themen „Nachhaltigkeit“ und „Rolle der Forschung in internationalen Berufsbildungsprojekten“ vorgestellt. Ab sofort können diese auch auf der Homepage Berufsbildung International als PDF heruntergeladen werden.

Screenshot der Konferenz

Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft, Gewerkschaften und der Politik diskutieren die Ergebnisse der Breakout-Sessions

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