Länderkooperationen

Costa Rica

Die Bildungszusammenarbeit zwischen Costa Rica und Deutschland besteht seit 2016 und ist im Vergleich zu den Kooperationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit anderen Ländern noch recht jung.

Dem mittelamerikanischen Land kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, da Costa Rica in der Region als politisch stabil gilt. Aufgrund der Schlüsselposition Costa Ricas erwartet man, dass die Aktivität des Landes in der Berufsbildung nicht nur im Land selbst, sondern als Vorbild auch in der gesamten Region Wirkung entfaltet.

Bild der Vertragsunterzeichnung

Dr. Georg Schütte (li.), Staatssekretär im Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Edgar Mora Altamirano, costa-ricanischer Bildungsminister, in den Räumen des BMBF in Bonn nach der Erneuerung der Absichtserklärung am 06. März 2019.

Ralf Naahs/BMBF

Die ersten drei Jahre der Kooperation standen im Zeichen des Dialogs. Besonderes Interesse zeigte dabei die costa-ricanische Seite an deutscher Beratung zur Einführung der Dualität im Berufsbildungssystem von Costa Rica. Im Frühjahr 2018 mündeten diese Gespräche in einem Dekret. Mit dessen Unterzeichnung erhielt der Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften zum Thema duale Berufsbildung einen formalen Rahmen. Die Ermöglichung dieses sogenannten tripatiten Dialogs ist somit auch ein Ergebnis der Beratungstätigkeiten von deutscher Seite. Flankierend kommt der Kooperation außerdem der rege Austausch zwischen den Gewerkschaften beider Länder zugute.

Hauptpartner des BMBF seitens Costa Ricas ist das Ministerium für öffentliche Bildung (MEP). Intensive Kontakte bestehen außerdem zum Instituto Nacional del Aprendizaje (INA) sowie zum Sindicato de Trabajadores de la Educación und zur Universidad Técnica Nacional (UTN).

Grundlage der Kooperation

In einer bilateralen Absichtserklärung vom 10. Februar 2016 haben das BMBF und das Ministerium für Bildung der Republik Costa Rica die Zusammenarbeit erstmals unterzeichnet. Diese bezog sich damals auf das gesamte Bildungssegment. Drei Jahre später, am 6. März 2019, haben die Partnerländer  die Kooperation für weitere drei Jahre erneuert und den Schwerpunkt auf die Berufsbildung gelegt.