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Erfolgreiche Auftaktveranstaltung zur BMBF-Förderinitiative „Internationalisierung der Berufsbildung“ in Köln

BMBF: Deutsche Bildungsanbieter beim Zugang zu Auslandsmärkten zu unterstützen und Beiträge zu Berufsbildungsreformen von Partnerstaaten zu leisten, bleiben wichtige Zukunftsaufgaben

Paneldiskussion zur Frage „Berufsbildung - Exportartikel oder Beitrag zu Reformvorhaben in Zielländern“

In der Paneldiskussion wurde die Frage „Berufsbildung - Exportartikel oder Beitrag zu Reformvorhaben in Zielländern“ diskutiert. Als Experten waren hierzu Steffen Bayer, Deutscher Industrie- und Handelskammertag; Dr. Hendrik Voß, Zentralverband des Deutschen Handwerks; Ulrich Nordhaus, Deutscher Gewerkschaftsbund; Annette Bauer, ITS International Training & Support GmbH; Ulrich Meinecke, iMOVE (Moderation); Professor Dr. Matthias Pilz, Universität zu Köln; und Susanne Burger, BMBF, geladen (von rechts nach links).

Miriam Hisom | BMBF

Am 7. November 2017 fand in Köln die Auftaktveranstaltung zur BMBF-Förderinitiative „Internationalisierung der Berufsbildung“ statt. Nachdem sich die derzeit geförderten Projektnehmer am Vortag im kleineren Kreis mit BMBF, DLR Projektträger und iMOVE zu übergreifenden Aktivitäten des Wissens- und Erfahrungsaustauschs ausgetauscht hatten, war im Rahmen der Auftaktveranstaltung ein breiteres Fachpublikum anwesend.

Frau Susanne Burger, Leiterin der Unterabteilung „Europa“ des BMBF begrüßte die ca. 170 Konferenzbesucherinnen und Konferenzbesucher. Sie betonte, dass der Internationalisierung der Berufsbildung vonseiten des BMBF ein hoher Stellenwert zugemessen werde. Denn die Sicherung deutscher Arbeitsplätze vor dem Hintergrund der globalisierten Wirtschaft ist auch im Ausland von deutschem Interesse. Insbesondere auf innovativer Technologie basierende deutsche Produkte und Dienstleistungen können nur dann auf Auslandsmärkten produziert und vertrieben werden, wenn dort entsprechend qualifiziertes Fachpersonal vorhanden ist. Darüber hinaus sei es ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung, Partnerländer dabei zu unterstützen, ihre Berufsbildungssysteme nachfrageorientiert weiterzuentwickeln. Denn die berufliche Qualifizierung junger Menschen ist überall auf der Welt ein Schlüsselfaktor für individuelle Beschäftigungsfähigkeit, für die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften, für Wohlstand und sozialen Frieden.

Susanne Burger, Leiterin der Unterabteilung „Europa“ des BMBF

Susanne Burger, Leiterin der Unterabteilung „Europa“ des BMBF

Miriam Hisom | BMBF

In einer nachfolgenden Podiumsdiskussion, an dem unter anderem Vertreterinnen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) teilnahmen, wurde die Berufsbildungszusammenarbeit im Spannungsfeld zwischen „Export“ und „Beitrag zur politischen Berufsbildungsreformen“ diskutiert. Im Ergebnis wurde deutlich, dass beide Handlungsstränge ihre Berechtigung besitzen und weiter verfolgt werden sollten. Frau Burger betonte zudem, dass das BMBF in seinen bilateralen Berufsbildungskooperationen mit derzeit 19 Ländern auch auf die innovativen Ideen und die Umsetzungsexpertise der deutschen Bildungsanbieter setzt. Die Förderrichtlinie „Internationalisierung der Berufsbildung“ diene dazu, im Rahmen von Pilotprojekten die Kompetenzen und das Innovationspotential deutscher Bildungsanbieter dort einzubeziehen, wo das BMBF bereits Berufsbildungskooperationen mit anderen Staaten unterhält. So kann Berufsbildung „Made in Germany“ die Berufsbildungsreformen anderer Länder anreichern, zumal das Duale System der Berufsbildung sich weltweit einer hohen Anerkennung und Nachfrage erfreut.

Susanne Burger, BMBF; Prof. Dr. Matthias Pilz, Universität zu Köln; Ulrich Meinecke, iMOVE; Annette Bauer, ITS International Training & Support GmbH

Susanne Burger, BMBF; Prof. Dr. Matthias Pilz, Universität zu Köln; Ulrich Meinecke, iMOVE; Annette Bauer, ITS International Training & Support GmbH (v.l.n.r.).

Miriam Hisom | BMBF

In Workshops am Nachmittag diskutierten Praktikerinnen und Praktiker sowie Forscherinnen und Forscher zu den Themen „Bildungsexportbezogene Dienstleistungs- und Transferforschung“, „Marktzugang und Geschäftsmodellentwicklung“, „Akteursnetzwerke in Zielländern“ und „Bildungsmarketing in Exportprojekten“ vorhandene Lösungsansätze und offene Fragestellungen, die fortan in übergreifenden Expertenforen behandelt werden sollten.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Workshops

Konferenzbesucherinnen und -besucher nehmen an einem Workshop teil.

Miriam Hisom | BMBF

Nachdem im September 2016 die neue BMBF-Richtlinie zur Förderung der Internationalisierung der Berufsbildung veröffentlicht wurde, konnten sich in bislang zwei Antragsrunden interessierte deutsche Bildungsdienstleister um eine BMBF-Förderung bewerben. Seit Juni 2017 werden die ersten elf Projektverbünde mit insgesamt knapp 40 Verbundpartnern gefördert. In den kommenden drei Jahren wird die BMBF-Förderung sie dabei unterstützen, innovative Lerndienstleistungen für Zielmärkte in Südkorea, Griechenland, Kasachstan, Serbien, Brasilien, China, Iran, Tunesien und Mexiko zu entwickeln und zu erproben. Dabei werden flankierend Organisations- und Geschäftsmodelle etabliert, die einen verstetigten Marktzugang für die Bildungsdienstleister ermöglichen. Zwei weitere Einreichtermine für Projektskizzen sind für den 30.11.2017 sowie für den 31.05.2018 vorgesehen.

Der DLR Projektträger hat die Auftaktveranstaltung zur „Internationalisierung der Berufsbildung“ am 7. November 2017 im Auftrag des BMBF und in Kooperation mit der BMBF- Initiative „iMOVE – Training Made in Germany“ im BIBB durchgeführt.

Impressionen von der Veranstaltung

Professor Dr. Dr. h.c. Michael Gessler, Universität Bremen

Professor Dr. Dr. h.c. Michael Gessler, Universität Bremen

Miriam Hisom | BMBF

Paneldiskussion

Paneldiskussion: Steffen Bayer, Deutscher Industrie- und Handelskammertag; Dr. Hendrik Voß, Zentralverband des Deutschen Handwerks; Ulrich Nordhaus, Deutscher Gewerkschaftsbund; Annette Bauer, ITS International Training & Support GmbH; Ulrich Meinecke, iMOVE (Moderation); Professor Dr. Matthias Pilz, Universität zu Köln; und Susanne Burger, BMBF, geladen (von rechts nach links).

Miriam Hisom | BMBF

Dimitra Rousvanidou, Projekt MENDI

Dimitra Rousvanidou, Projekt MENDI

Miriam Hisom | BMBF

Susanne Burger und Dr. Henk van Liempt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Susanne Burger und Dr. Henk van Liempt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Miriam Hisom | BMBF

Teilnehmer aus dem Publikum stellt eine Frage

Konferenzbesucherinnen und -besucher erhielten die Möglichkeit Fragen im Plenum zu stellen.

Miriam Hisom | BMBF

Teilnehmer der Konferenz stellt eine Frage im Plenum

Miriam Hisom | BMBF

Bild der Veranstaltung

Miriam Hisom | BMBF

Workshop: Bildungsexportbezogene Dienstleistungs- und Transferforschung

Workshop: Bildungsexportbezogene Dienstleistungs- und Transferforschung

Miriam Hisom | BMBF

Workshop: Nachhaltiger Marktzugang und Geschäftsmodellentwicklung deutscher Bildungsanbieter

Workshop: Nachhaltiger Marktzugang und Geschäftsmodellentwicklung deutscher Bildungsanbieter

Miriam Hisom | BMBF

Workshop: Akteursnetzwerke in den Zielländern

Workshop: Akteursnetzwerke in den Zielländern

Miriam Hisom | BMBF

Workshop: Berufsbildungsmarketing in Exportprojekten

Workshop: Berufsbildungsmarketing in Exportprojekten

Miriam Hisom | BMBF

Veranstaltungsteilnehmerin erkundet die Posterausstellung

Eine Posterausstellung gab einen tieferen Einblick in die geförderten Projekte.

Miriam Hisom | BMBF